Mit dem Ridley Kanzo Fast Gravelbike möchte Daniel im Radsport neue Wege einschlagen. Das Gravelbike soll Abwechslung in das Training bringen, Abenteuer ermöglichen und den Horizont erweitern. Ein Rad, dass auf der Straße schnell fahren kann aber jederzeit bereit für einen Abstecher ins Gelände ist.

Als Mountainbiker bleibt das Mountainbike meine erste Wahl. Nicht zuletzt deswegen wird Anfang 2024 mit dem neuen Orbea Oiz auch ein neues Top-Fully meinen Fuhrpark erweitern. Gesucht wurde ein Gravelbike, was mein Grundlagen Training auf der Straße bereichert. Ein Bike mit dem ich schneller unterwegs bin als auf dem Mountainbike und dabei in Punkto Komfort nur geringe Einbußen mache. Es soll auch auf Schotter und im Gelände fahrbar sein. Als Mountainbiker hatte ich auch mit meinem letzten Rennrad ein Händchen für ein besonderes Routing meiner Touren, nicht selten führten diese über Wald-, Wiesen- oder Schotterwege. 28mm Reifen waren damals schon Standard.

Schnell viel die Wahl auf das Ridley Kanzo Fast. Ich habe kein Gravelbike für verspieltes Gelände gesucht, sondern für weite Strecke, Schnelligkeit und Komfort. Mit dem Kanzo Fast habe ich dies gefunden. Das Ridley Kanzo Fast wurde mit einem besonderen Fokus auf Aerodynamik entwickelt. Das Rahmenprofil, die interne Kabelverlegung und die konisch geformten Rohre helfen, den Luftwiderstand zu reduzieren und eine schnellere Fahrt zu ermöglichen.

Trotz der aerodynamischen Ausrichtung bietet die Kanzo Fast auch einen gewissen Fahrkomfort. Dazu gehören abgeflachte Sitzstreben und eine durchdachte Geometrie, die eine angenehme Position auf dem Gravelbike ermöglicht.

Bilder sagen mehr als Worte: Die Kanzo Galerie

Das Ridley Kanzo Fast Classified – alles integriert

Als Pluspunkt empfinde ich die Vielzahl von integrierten Komponenten, wie zum Beispiel dem aerodynamisch geformten Lenker und Vorbau und der integrierte Sattelstütze. Diese Integration sorgt nicht nur für eine bessere Aerodynamik, sondern auch für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild. Der Look des Kanzo ist absolut clean.

Lange habe ich über die Ausstattung des Gravelbikes nachgedacht. Einfach oder zweifach Schaltung? Diverse Abende habe ich mit dem Ritzelrechner verbracht und nach der idealen Übersetzung gesucht. Über X (vormals Twitter) folgte dann die entscheidene Diskussion mit Torsten Frank, der mich von der 2fach Schaltung überzeugte.

Im Baukasten System von Ridley gibt es keine zweifach Systeme mit Umwerfer. Marc vom MTB Store Eschweiler hat mir sowieso die ganze Zeit vom neuen Classified System vorgeschwärmt. Optisch eine einfach Schaltung und dank des elektrischen Getriebes mit 0,7:1 Übersetzung faktisch eine zweifach Schaltung. Ridley und Classified kooperieren stark miteinander und so gibt es am Kanzo Fast eine völlige System Integration. Geschaltet wird das Getriebe mit dem linken Schalthebel der Shimano GRX.

Kanzo Fast mit deluxe Ausstattung

Dank Bike Leasing musste ich bei der Wahl der Ausstattung keine Kompromisse eingehen. Shimano GRX Di2 1×11 Schaltung mit Classified Nabe, Shimano GRX Scheibenbremsen, Classified G30 Carbon Laufradsatz, Rotor AluDHD 172,5mm Kurbel mit power2max Powermeter und ovalen Alugear Aero Kettenblatt mit 48 Zähnen.

Die Reifenwahl fiel aufgrund des Einsatzzweckes auf den schnellen Semislick Schwalbe G One RS, den bisher schnellsten Gravelreifen des Unternehmens. Am Classified Carbon G30 Laufradsatz mit DT Swiss 240 Nabe und Aerolite Speichen verschönern Galfer Bremsscheiben das Rad und sparen dabei einige Gramm gegenüber den Shimano GRX Bremsscheiben.

Mit den Links- und Rechtsträger von Tune sowie dem neuen Ridley Aero Lenkeraufsatz folgen im Januar noch zwei nachträgliche Upgrades für mein Ridley Kanzo Fast. Nach der Fotosession und den ersten Ausfahrten werden in den kommenden Wochen die Schutzbleche vor Feuchtigkeit von unten bewahren. Ich werde darüber genauso in einem separaten Blogbeitrag berichten wie über die Wahl zur Classified Nabe, neben der aerodynamischen Ausrichtung des Ridley das zweite große Highlight des Gravelbikes.

Ridley Kanzo Fast Aero Cockpit

Erster Eindruck

Die ersten Fahrten mit dem Ridley Kanzo Fast liegen hinter mir. Das Rad hält was es verspricht. Die Geschwindigkeit spricht für sich, auch in meinem untrainierten Zustand. Einmal im Fluss läuft das Gravelbike in einer Laufruhe, die einen dahin gleiten lässt. Im Gelände, auf Wiesen und im Matsch lässt es sich gut steuern und auch im Grenzbereich macht das viel Rad Spaß.

Während ich bei meinem alten Rennrad die Unterlenker Position gar nicht mochte, finde ich diese Position am Ridley perfekt. Ein tolles Fahrgefühl im Unterlenker bei Gegenwind die Aerodynamik des Rads zu fühlen.